116 Jahre St. Bonifatius - Wunstorf

Willkommen in St. Bonifatius

Foto: RENOVABIS
Foto: RENOVABIS

 

Brief vom Pastoralteam an Bischof Heiner:

 

 

Wo und wie engagiert sich die Katholische Kirche für die Geflüchteten?

 

 

Liebe Gemeinde,

 

wie die jüngsten Meldungen in den Medien bestätigen, wird im Frühjahr 2020 ein Schiff in See stechen, das durch ein Bündnis aus Evangelischer Kirche, verschiedenen Kommunen, Vereinen und Initiativen, die Seenotrettung von Flüchtlingen ermöglichen wird.

 

Da dieses positiv bewertete Engagement zu Nachfragen in unseren Pfarrgemeinden und Ortschaften führte, warum es hierbei nicht zu einem gemeinsamen und somit deutlich ökumenischen Engagement kommt, hat das Pastoralteam Neustadt/Wunstorf eine entsprechende Anfrage, die einen entsprechenden Vorschlag als Bitte beinhaltet, an Bischof Heiner in Hildesheim mit folgendem Wortlaut gerichtet:

 

„Mit einer Resolution riefen im Juni die Teilnehmer des Kirchentags in Dortmund die EKD dazu auf, >mit einer Rettungsmission ein Zeichen zu setzen<. „Das Schiff ist ein Teil des diakonischen Auftrags der Kirche“, erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, wiederholt vor den Medien und in öffentlichen Veranstaltungen. Bedford-Strohm hofft auch auf Unterstützung aus der katholischen Kirche. Diesem Wunsch schließen wir uns, auch im Namen der „Nachfragenden“ aus unserem Pastoralbereich, mit Entschiedenheit an. Auch für uns ist es ein diakonischer Auftrag, dem wir uns aktiv stellen sollten.

 

Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, äußerte sich zurückhaltend. Auch für die katholische Kirche bleibe die Seenotrettung ein wichtiges Anliegen. „Neben diesem evangelischen Projekt wird es auch auf katholischer Seite weiterhin Aktivitäten in diesem Feld geben“, sagte er beispielsweise in einer Pressekonferenz, ohne konkretere Angaben zu machen.

 

 

 

Sehr geehrter Bischof,

 

mit diesem Schreiben möchten wir Sie um weitere Informationen und Antworten zu unserer Anfrage bitten. Es ist letztlich auch eine Frage unserer Glaubwürdigkeit der Verkündigung.

 

Gibt es schon neue Schritte in Richtung aktiver, ökumenischer Mitwirkung bei dieser Rettungsaktion? Wie sehen sie aus? Beteiligt sich das Bistum? Was können Gemeindemitglieder und das Pastoralteam zur Unterstützung eines ökumenischen Hilfsprojekts Ihrer Meinung nach tun?

 

Foto: Caritas Hildesheim
Foto: Caritas Hildesheim

 

Bischof Heiner antwortete:

 

 

Liebe Mitglieder des Pastoralteams Wunstorf / Neustadt,

 

herzlichen Dank für Ihre Anfrage zur Beteiligung an der Seenotrettung im Mittelmeer.

 

 

Das von der evangelischen Kirche angeschaffte Seenotrettungs-Schiff wird die Organisation Sea-Watch betreiben. Seitens der Deutschen Bischofskonferenz gibt es keine vergleichbare Initiative. Aber es gibt deutliches Engagement der katholischen Kirche für die Seenotrettungs-Gesellschaft Sea-Eye e.V.. Gorden Isler. Der Vorstand von Sea-Eye beziffert die Unterstützung durch einige katholische Bistümer allein für Sea-Eye auf 300.000 Euro. Auch andere Initiativen werden unterstützt.

 

Wie Sie sicher verfolgt haben, hat der Diözesan-Caritasverband Hildesheim unter dem Motto „Du sollst nicht ertrinken lassen“ im September eine Kampagne gestartet, die im Jahr 2020 fortgesetzt werden wird. Die Caritas handelt so, weil 1. Seenotrettung nicht zur Disposition gestellt werden darf, 2. den Geflüchteten nicht kollektiv unterstellt werden darf, sie benötigten keinen Schutz und 3. die Seenotretter nicht kriminalisiert werden dürfen. Es ist zurzeit die einzige Kampagne der Caritas in Deutschland, und sie verfolgt vor allem ein anwaltschaftliches Ziel. Das ist anspruchsvoll und jede Unterstützung wert.

 

Für 2020 sieht die Planung der Caritas bisher so aus:

 

-       Presseinformation zum 6.1.20 (Afrikatag)

 

-       Vortragsreihe zusammen mit Sea-Eye

 

-       Kooperationen mit der Aktion Seebrücke sowie weiteren Kooperationspartnern, etwa dem BDKJ

 

-       Publikation mit Kurztheaterstücken für Schüler*innen (10 min)

 

-       Lokale Installationen und Demonstrationen zum Thema

 

 

 

Sollten sie eine entsprechende Vortragsveranstaltung bei Ihnen organisieren wollen, können Sie gerne über den Diözesan-Caritasverband Kontakt aufnehmen, am besten mit Zeinab Marji, der Referentin für Migration und Integration.

 

Die Not der Frauen, Männer und Kinder, die sie zwingt, ihre Heimat zu verlassen, können wir nur ahnen. Danke, dass auch Sie sich für diese Menschen engagieren.

 

 

Ihnen allen wünsche ich frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr

 

+ Heiner

 

 

 

Liebe Gemeindemitglieder,

 

so bleibt uns die Frage, wie wir mit diesem Thema in den Pfarrgemeinden selbst verfahren möchten.

 

Sollten wir die von Bischof Heiner genannten Vorschläge und Möglichkeiten, gemeinsam mit der Caritas, aufgreifen? Wenn Sie als Gemeindemitglied daran interessiert sind, so würden wir uns über Ihre Resonanz und vielleicht auch über ein direktes Engagement in unserer Pfarrgemeinde sehr freuen.

 

Ihr Pastoralteam

 

Foto: Barbara Klimmeck
Foto: Barbara Klimmeck

 

Ökumenisch verbunden ins neue Jahr

 

"In Wunstorf möchten wir in ökumenischer Geschwisterlichkeit ins Jahr 2020 starten", sagt Barbara Klimmeck von der St. Bonifatius-Pfarrgemeinde. Und das aus Anlass der Allianz-Gebetswoche. Sie beginnt am Sonntag, 12. Januar, mit einem festlichen Gottesdienst um 10.30 Uhr in St. Johannes in der Barne.

Herzliche Einladung außerdem an alle Interessierten zur ökumenischen Taizé-Andacht am Sonntag, 12. Januar, 17 Uhr, in St. Bonifatius.

Im Beten und Hören auf Gottes Wort, vor allem aber im gemeinsamen Singen der bekannten Taizé-Lieder wollen wir diese Andacht feiern.

Wer darüber hinaus Freude daran hat mitzuwirken, der möge sich bei Barbara Klimmeck melden: bk-media@t-online.de.

Foto: Claudia Schwarzer
Foto: Claudia Schwarzer

 

Viel Licht beim Kinderkirchentag

 

Über 50 Kinder haben am diesjährigen Kinderkirchentag der St. Bonifatius Pfarrgemeinde teilgenommen. Der Tag stand unter dem Thema: "Du trägst das Licht in die Welt".

 

Nach der Feier des Familiengottesdienstes, der vom Familienkreis 2001 gestaltet wurde, waren die Kinder ins Pfarrheim eingeladen und erlebten zunächst das Bilderbuchkino "Wie die Sonne in das Land Malon kam". Sie hörten von einem Land, wo es immer Nacht war, bis ein Fremder kam und den Menschen viel vom Licht und vom Leben erzählte. Sie hörten, wie die Menschen selber Licht für andere sein können.

 

Anschließend konnten die Kinder bei verschiedenen Workshops mitmachen, die die Mitglieder der Arbeitsgruppe Kinder und Jugend vorbereitet hatten. Passend zum Thema wurden Laternen gebastelt, Sonnenbrote gebacken, Kerzen gezogen, Kaleidoskope gebastelt und ein Fackellauf mit vielen Streichhölzern aufgebaut, der dann beim gemeinsamen Abschluss in der Kirche entzündet wurde. Dies war für alle ein besonders lichtintensives Erlebnis. (09.12.2019)

 

 

Ergebnisse der Kirchenvorstandswahl

 

Mit dem Aushang der Wahlergebnisse, stehen die neuen Mitgleder des Kirchenvorstandes fest.

Nach den konstituierenden Sitzungen von Kirchenvorstand und Pfarrgemeidnerat, werden weitere, ausführliche Informationen mitgeteilt, sowie die jeweiligen Mitglieder der Gremien vorgestellt.

Das gemeinsame Gruppenbild der Gefirmten mit ihren Katecheten und Bischof Heiner. Foto: Dominik Meyer
Das gemeinsame Gruppenbild der Gefirmten mit ihren Katecheten und Bischof Heiner. Foto: Dominik Meyer

Neuer Bischof spendet die Firmung

- die Jugendlichen bitten um Spenden für eine Baumpflanzaktion

 

Der neue Oberhirte vom Bistum Hildesheim, Bischof Dr. Heiner Wilmer, kam nach Wunstorf, in die Wunstorfer Pfarrgemeinde St. Bonifatius, um 27 Jugendlichen und Erwachsenen dieser Pfarrgemeinde das Sakrament der Firmung zu spenden. Die Firmung, die im Rahmen einer Eucharistiefeier erfolgte, wurde mit einem Gespräch zwischen dem Bischof, den Firmbewerbern und deren Paten im Gemeindehaus eingeleitet. Hierbei lernte der Bischof auch das Team kennen, das, unter der Leitung des Gemeindereferenten Winfried Gburek, für die Vorbereitung auf die Firmung sorgte. Zu den neun Katecheten gehörten Johanna Jansen, Lucia Cordes, Sophie Draken, Maren Schleth, Patrycja Czerny-Schumann, Alexander Koch, Kai Berg, Dominik Meyer und Renate Gburek. Der besonders festliche Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet durch den Chor „Dona la Pace“, unter Leitung von Kathrin Dinkelacker und die „JUMBO`s“, unter Leitung von Wilfried Theuser. In der Kollekte wurde seitens der Jugendlichen um eine Spende für eine noch bevorstehende Baumpflanzaktion gebeten. Die Gefirmten möchten Laubbäume in den Wunstorfer Ortschaften pflanzen, um aktiv etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen und die Schöpfung zu bewahren. Im Anschluss der Firmung ließ sich Bischof Heiner nähere Informationen über die Formen und Inhalte der Firmvorbereitung durch die Katecheten geben, die auch die große Bedeutung der integrierten Firm-Werkwoche hervorhoben, die durch den Bistumsleiter zustimmend bestätigt wurde. Für Bischof Heiner war es nicht nur der erste offizielle Besuch in der Wunstorfer Pfarrgemeinde, sondern auch die erste Firmung.

Siehe auch Pressespiegel.